Dienstag, 6. März 2007

Nachtrag: Maui

Auch wenn es jetzt ja fast schon verjährt ist, hier noch ein weiterer Bericht meiner fantastischen Hinreise. Von San Francisco ging es dann nämlich während des Super Bowl nach Maui. Ich hätte das Spiel ja sehr gerne gesehen (nach einmal gucken, bin ich ja fast zum Experten mutiert), aber man kann ja nun mal nicht alles haben. Und mich hat es dann ja doch nicht so schlecht getroffen.
Wir sind ziemlich spät am Abend angekommen, so dass wir erst am nächsten Morgen die Pracht sehen konnten. Einmal das Hotel (ob ich jemals wieder in so was übernachten werde?) und dann natürlich die Insel. Diese Strände! -da könnte ich glatt noch zum Strandurlauber werden.



Aber das nicht dieses Mal. Denn wir haben natürlich versucht einiges von der Insel zu sehen. Ich war ganz schön überrascht
wie groß Maui ist. Ich dachte immer, man könnte es locker in einem Tag umrunden. Aber da lag ich vollkommen falsch.

Außerdem ist die Insel total abwechslungsreich. Sie besteht aus zwei Vulkanen, die sich irgendwann mal verbunden haben. Diese Vulkane halten üblicherweise den Regen auf jeweils einer Seite. So dass auf der einen Seite subtropischer Urwald ist und auf der anderen relativ karges Land, dafür aber vollkommene Sandstrände.


Und dann gibt es natürlich noch die Vulkane selbst. Wir sind nur zum Krater des einen auf dem Ostteil der Insel gefahren. Und diese Kraterlandschaft ist ebenfalls richtig schön.

Ein weiterer Ausflug führte uns den Hana Highway entlang. Das ist eine ziemlich kurvige Straße an einer wunderschönen Küste mit dem oben erwähnten Urwald. Es hat total Spaß gemacht dort Auto zu fahren. Aber trotzdem sind wir ab und zu ausgestiegen und ein wenig rumgelaufen.


Auf dem Rückweg haben wir uns dann noch die Surfer angeschaut. Das sah ganz witzig aus, weil da voll viele im Wasser waren -das muss ja in einen richtigen Kampf um die Wellen ausarten. Leider war es nicht windig genug und es waren keine Windsurfer auf dem Wasser. Das hätte meinen Vater wohl wesentlich mehr interessiert als die Wellenreiter.

Maui ist insgesamt eine wirklich schöne Insel und ich würde natürlich sofort wieder hinfahren, wenn sich eine günstige Gelegenheit ergeben würde. Aber als Urlaubsziel werde ich die Insel in den nächsten Jahren wohl nicht anstreben (sie ist ganz schön teuer und dann ja doch nicht so richtig um die Ecke). Da würde ich doch die Seychellen, Mauritius, den Südpazifik oder die Karibik bevorzugen ;-)
(ist doch immer toll, wenn man Ziele hat, oder?).

Aber mit Maui war unsere Hawaii-Erfahrung ja noch nicht zu ende. Durch geschicktes Flügelegen hatten wir nämlich noch einen Tag in Honolulu. Das war zwar relativ anstrengend, da wir schon um 8Uhr morgens von Maui losgeflogen sind, aber mein Papa und ich waren uns später einig, dass es sich gelohnt hat. Da wir unser Gepäck nicht am Flughafen unterbringen konnten (11.September), mussten wir ein Auto mieten. Damit sind wir dann zuerst nach Pearl Habor gefahren. Das war ganz interessant, ist ja auch ein Teil unserer Geschichte.

Danach sind wir nach Waikiki-Beach gefahren –soll ja immerhin der zweitbekannteste Strand der Welt sein. Und der Strand an sich ist auch wirklich schön. Allerdings war er ziemlich überfüllt und die Strandpromenade ist zwar auch nicht so schlimm wie am Ballermann, aber eben auch nicht wirklich schön. Dort stehen halt auch ziemlich viele Hotelburgen.


Dass es dort so voll war, lag unter anderem daran, dass an dem Wochenende der Pro Bowl in Honolulu stattgefunden hat. Das ist ein American Football-Match in dem irgendwelche All-Stars gegeneinander antreten, hat aber wohl nicht so richtig eine sportliche Bedeutung. (Für weitere Informationen verweise ich hiermit auf Wiebke, die ist nun mal jetzt unsere Nordamerika-Expertin). Dank dieser Sache war es, wie erwähnt, recht überfüllt überall. Allerdings gab es deshalb auch mehrer Bühnen auf der Promenade, wo Leute aufgetreten sind, die wir natürlich nicht kannten. Wir haben jedoch auch nur den Anfang mitbekommen, da wir zeitig wieder zum Flughafen gefahren sind. Und bis auf ein letztes kleines Highlight war das dann auch „schon“ unser Hawaiierlebnis (wobei ich hoffentlich nichts vergessen habe).
Das letzte Highlight war die Queen Mary II. Ich weiß, dass das eigentlich nur ein wirkliches Highlight ist, wenn man auch drauf war. Aber es gibt eine kleine Geschichte dazu. Wir waren in den letzten Monaten nämlich zweimal gleichzeitig mir diesem Schiff in Hamburg. Und wir hätten nur um die Ecke gehen müssen bzw. das eine Mal hätte der Rest meiner Familie nur aus dem Hotelzimmer gucken müssen, um das Schiff zu sehen –immerhin gibt es Leute, die extra dafür dorthin fahren. Naja, wir haben sie auf jeden Fall immer in Hamburg verpasst, weil es uns erst am Morgen nachdem sie ausgelaufen ist aufgefallen ist, dass sie überhaupt da war. Und in San Francisco haben wir sie ebenfalls knapp verpasst, sie ist dort angekommen als wir wieder weggeflogen sind. Da war es dann doch recht witzig als sich der echt große Kahn überraschend als das royale Schiff herausstellt.

Wenn ich das alles hier schreibe, kommt es mir ganz schön unwirklich vor, dass es erst ein paar Wochen her ist.
Als nächstes werde ich Euch dann wohl von meinem Unialltag berichten. Da gibt es einiges zu erzählen...
Bis dann und einen schönen Tag –ich gehe jetzt gleich schlafen.
Alles Gute,
Hannah

Ps. Ich habe mir so ein Gel gekauft, damit werden die seltsamen Mückenstiche erträglich. Die Frau in der Pharmacy wollte mir Tabletten verkaufen, aber das war mit zu gruselig.

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