Hier also nun endlich der lang angekündigte Bericht über die Assessments.
Assessment fungiert hier als Sammelbegriff für alle Aufsätze, Zusammenfassungen, Berichte und sonstige Aufgaben, die benotet werden. Anders als in Deutschland (oder zumindest in Aachen) entscheidet nämlich nicht allein eine Prüfung am Ende des Semesters über Durchfallen oder Bestehen bzw. die Note. Die Benotung setzt sich aus verschiedenen Teilen zusammen. Wie sie genau entsteht ist zudem noch fächerabhängig. So habe ich z.B. in meinen beiden Wirtschaftskursen gar keine Klausur am Ende des Semesters, sonders verschiedenen Abgaben.
In meinem Marketingkurs entscheidet zu 40% eine Gruppen-Case Study (davon 15% der Entwurf) und zu 60% ein Essay (20% Entwurf) über Durchkommen. Für den anderen Wirtschaftskurs muss ich einen 3000 Wörter (20% der Note) und einen 6000 Wörter (50%) langen Aufsatz verfassen, zudem kommen dann noch regelmäßig Literatur-Zusammenfassungen (30%). In einem der Energiekurse besteht die Note aus drei unterschiedlichen Untersuchungen, sogenannten Audits, über Energiesparpotenziale in verschiedenen Einrichtungen (60%), vier Studienarbeiten (10%) und einer Prüfung am Ende (30%). In meinem letzten Kurs gibt es jede Woche eine, insgesamt neun, (Haus-)Aufgaben (25%), vier Laborberichte (10%) und eine Abschlussklausur (65%).
Also, das sind 24 (!!!) Abgaben während des Semesters (ohne die Textzusammenfassungen, da ich nicht weiß, ob die wirklich jede Woche zu machen sind) und zwei Klausuren am Ende!
Ihr seht also, das hier wird ganz schön in Arbeit ausarten. Insgesamt ist dieses System natürlich gar nicht so schlecht für mich, insbesondere in den Energiekursen. Aber auf die ganzen Aufsätze habe ich überhaupt keine Lust. Und da ich ja parallel arbeiten muss, kann ich wohl auch meine (eh etwas fragwürdige –aber immerhin erfolgreich) Diplomarbeitstaktik nicht anwenden. Im Endeffekt wird es vermutlich und tragischerweise so ausgehen, dass ich relativ wenig zum Reisen komme und Euch nachher nur Besichtigungstouren durch die Bibliothek anbieten kann –die ist aber dafür sehr schön.
Und um den ganzen Horror vor Euch auszubreiten, liste ich jetzt noch meine Abgabetermine auf –dann wisst Ihr wenigstens auch, wann Ihr warum kein oder nur komische Lebenszeichen von mir bekommt...
März: 09. (hab ich natürlich auch schon abgegeben), 16., 23., 26., 30.; April: 02., 05., 06. (sogar direkt zwei), 18., 20., 27. (wieder zwei); Mai: 04., 07., 11. (zwei), 14., 18. (zwei), 21., 25., 30. und am 01. Juni.
So, und jetzt muss ich wieder was tun.
Bis bald (falls ich mit dem Arbeitsaufwand hier klar komme und jemals wieder zum Schreiben komme...),
Hannah
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