Sonntag, 18. März 2007

Winterzeit

Seit letzter Nacht herrscht in der neuseeländischen Zeitzone Winterzeit, d.h. die Uhren wurden zurückgestellt und ich bin „nur noch“ 11 Stunden vor Euch.
Ihr holt langsam auf...
Das Wetter hier richtet sich anscheinend auch schon mal herbstlich ein.
Alles Gute,
Hannah

Ps. Ich habe die Erfahrung gemacht (San Fransisco und der Hagel), dass das Wetter besser wird, wenn ich mich darüber beschwere. Natürlich gelten zwei Versuche nicht als statistisch bewiesen, aber ich werde jetzt trotzdem immer meckern und danach hoffen...

Samstag, 17. März 2007

Mein Samstag, der 17. März 2007

Nach den ganzen Schreckensnachrichten schreibe ich heute mal über einen (bisher ;-)) rundum tollen Tag mit zwei tollen Ausflügen.
Der erste Ausflug ging mit Eva (meiner schwedischen Mitbewohnerin) an den Strand. Der Strand ist im Süden der Stadt, was von hier aus ganz interessante 45 Minuten zu Fuß sind. Und der Strand ist echt schön. Außerdem verstehe ich mich mit Eva sehr gut. Gestern waren wir schon zusammen im Warehouse –das war zwar auch nett, aber vom Ziel her natürlich nicht vergleichbar mit dem Strand. (Wenn ich es geschafft habe Fotos von meinen Mitbewohnern zu machen, werde ich etwas ausführlicher über sie berichten –das sind übrigens, falls ich es bisher noch nicht erwähnt habe die schwedische Eva und der kanadische Mike.)


Der zweite, sich direkt anschließende Ausflug ging dann mit Milena wieder Richtung Süden, aber diesmal raus aus der Stadt und mit dem Auto. Milena kommt aus Berlin und ist total nett, wir verstehen uns sehr gut und ich hoffe und glaube, dass wir noch viel zusammen unternehmen werden. Unser erster Ausflug ging, wie erwähnt gen Süden an der Küste entlang. Danach ging es zur Peninsula bei Dunedin.





Milenas Auto ist ziemlich cool und vor allem ein 4x4-wie-man- das-auch-immer- nennt-Wagen, weshalb wir einen Weg fahren konnten, den man mit einem Smart wohl besser meidet. Auf dem Rückweg brauchten wir dann auch drei Anläufe um durch den Sand zu kommen. Danach ging es dann noch lecker thailändisch essen und gleich feiern wir etwas St. Patrick’s Day. Das scheint hier recht groß zu sein und sich nicht nur auf Irish Pubs zu beschränken –irgendwie komisch, hier ist es nämlich sonst eher schottisch(Dunedin ist der gälische Name Edinburghs und wurde von Schotten gegründet. Ich habe auch in meinem kompletten, bisherigen Leben noch nicht soviel Dudelsackmusik gehört, wie in den letzten Wochen hier...).

Wie Ihr also seht, ich hatte einen wirklich schönen Tag und morgen werde ich dann auch zwangsläufig wieder was für die Uni tun...
Ich wünsche Euch auf jeden Fall einen mindestens genauso netten Samstag.
Alles Gute,
Hannah

Mittwoch, 14. März 2007

Hagel

Oh Gott, oh Gott -hier hagelt es gerade!!
Und es sind 10°C!
Dabei ist doch eigentlich noch Sommer. Irgendwas stimmt hier nicht...
Und von Euch hört man nur: Sonnenschein. Das ist unverschämt.
Trotzdem viele Grüße
von der frierenden Hannah ;-)

Sonntag, 11. März 2007

Assessment

Hier also nun endlich der lang angekündigte Bericht über die Assessments.
Assessment fungiert hier als Sammelbegriff für alle Aufsätze, Zusammenfassungen, Berichte und sonstige Aufgaben, die benotet werden. Anders als in Deutschland (oder zumindest in Aachen) entscheidet nämlich nicht allein eine Prüfung am Ende des Semesters über Durchfallen oder Bestehen bzw. die Note. Die Benotung setzt sich aus verschiedenen Teilen zusammen. Wie sie genau entsteht ist zudem noch fächerabhängig. So habe ich z.B. in meinen beiden Wirtschaftskursen gar keine Klausur am Ende des Semesters, sonders verschiedenen Abgaben.
In meinem Marketingkurs entscheidet zu 40% eine Gruppen-Case Study (davon 15% der Entwurf) und zu 60% ein Essay (20% Entwurf) über Durchkommen. Für den anderen Wirtschaftskurs muss ich einen 3000 Wörter (20% der Note) und einen 6000 Wörter (50%) langen Aufsatz verfassen, zudem kommen dann noch regelmäßig Literatur-Zusammenfassungen (30%). In einem der Energiekurse besteht die Note aus drei unterschiedlichen Untersuchungen, sogenannten Audits, über Energiesparpotenziale in verschiedenen Einrichtungen (60%), vier Studienarbeiten (10%) und einer Prüfung am Ende (30%). In meinem letzten Kurs gibt es jede Woche eine, insgesamt neun, (Haus-)Aufgaben (25%), vier Laborberichte (10%) und eine Abschlussklausur (65%).

Also, das sind 24 (!!!) Abgaben während des Semesters (ohne die Textzusammenfassungen, da ich nicht weiß, ob die wirklich jede Woche zu machen sind) und zwei Klausuren am Ende!

Ihr seht also, das hier wird ganz schön in Arbeit ausarten. Insgesamt ist dieses System natürlich gar nicht so schlecht für mich, insbesondere in den Energiekursen. Aber auf die ganzen Aufsätze habe ich überhaupt keine Lust. Und da ich ja parallel arbeiten muss, kann ich wohl auch meine (eh etwas fragwürdige –aber immerhin erfolgreich) Diplomarbeitstaktik nicht anwenden. Im Endeffekt wird es vermutlich und tragischerweise so ausgehen, dass ich relativ wenig zum Reisen komme und Euch nachher nur Besichtigungstouren durch die Bibliothek anbieten kann –die ist aber dafür sehr schön.
Und um den ganzen Horror vor Euch auszubreiten, liste ich jetzt noch meine Abgabetermine auf –dann wisst Ihr wenigstens auch, wann Ihr warum kein oder nur komische Lebenszeichen von mir bekommt...
März: 09. (hab ich natürlich auch schon abgegeben), 16., 23., 26., 30.; April: 02., 05., 06. (sogar direkt zwei), 18., 20., 27. (wieder zwei); Mai: 04., 07., 11. (zwei), 14., 18. (zwei), 21., 25., 30. und am 01. Juni.
So, und jetzt muss ich wieder was tun.
Bis bald (falls ich mit dem Arbeitsaufwand hier klar komme und jemals wieder zum Schreiben komme...),
Hannah

Freitag, 9. März 2007

Mein Stundenplan

Nach einigem hin und her steht seit gestern nun endlich mein Stundenplan. Und leider muss ich sagen, dass er ziemlich schrecklich ist. Ich habe zwar Freitag keine und Montag nur unregelmäßig Veranstaltungen, aber wer jetzt denkt: super, langes Wochenende, um sich mal was anzuschauen, liegt leider falsch. Ich werde die Tage brauchen, um die ganzen Assessments (Erklärung wird später folgen) zu bewältigen.
Aber zurück zum Thema, ich habe dieses Semester vier Kurse belegt und anscheinend halten die Dozenten den Dienstag für einen ganz besonders guten Tag für Vorlesungen. Vier Kurse klingt zwar für uns nicht sonderlich viel, aber die rechnen hier mit einem Arbeitsaufwand von 12 Stunden pro Kurs pro Woche.
Wie erwähnt, ist der Dienstag hier sehr beliebt. Bei mir beginnt er um neun Uhr mit einem meiner Energy-Studies-Kursen (der mit der Brauereibesichtigung). Das dauert dann ne Stunde und wird direkt abgelöst von meinem Marketing-Management-Wodka-Kurs. Eine schöne zwei Stunden Vorlesung wie bei uns, mit ca. 300 Leuten. Darauf folgt dann der andere, wieder einstündige Energy-Studies-Kurs. Dann darf Hannah eine Stunde Pause machen, bevor es zum (vierten) General-Management-Kurs ins Büro des Professors geht. Dieser Kurs dauert zwei Stunden. Also bin ich um vier Uhr fertig. Das zumindest an den meisten Dienstagen, denn an manchen Terminen schließen sich daran noch zwei Stunden im Labor für den Energy-Studies-Kurs ohne Bier an.
Und, habt ihr mitgezählt? Acht Stunden Vorlesungen!
Dafür habe ich dann aber am Mittwoch auch nur eine Veranstaltung, ein einstündiges Tutorium in dem Marketing-Kurs. Das Problem daran ist nur leider, dass es um acht Uhr morgens beginnt –aber dank der GWG macht mir das frühe Aufstehen ja kaum mehr Schwierigkeiten...Und mal schauen vielleicht schaffe ich es ja sogar ein paar Mal im Anschluss an den Kurs in die Bibliothek zu gehen und nicht wieder zurück ins Bett.
Der Donnerstag ist dann auch wieder ganz human und steht komplett im Zeichen der Energy Studies. Um neun der erste Kurs, dann eine Stunde Pause bis zu einem weiteren, diesmal Energie-Tutorium und anschließend der andere Energiekurs, alles einstündig.
Naja, eigentlich ist nur der Dienstag wirklich schlimm. Und wie gesagt, den Montag und Freitag frei zu haben, ist schon wirklich toll. Wobei das leider auch nicht jede Woche so ist. Montags finden nämlich unregelmäßig Besichtigungen oder Tutorien in einem der Energiekurse statt.
Das ist also mein Stundenplan. Und damit auch die Erklärung, wenn dienstags kaum Eintrage verfasst werden.
Im nächsten Post schreibe ich Euch dann von den Assessments, die werden nämlich DIE Entschuldigung für alle zukünftig nicht-geschriebenen Mails und Posts...
Ich mach mich dann mal auf den Weg, um herauszufinden, was hier ein ’room opening’ ist.
Bis bald und alles Gute,
Hannah

Die University of Otago und der Alkohol

Vielleicht ist dieser Post etwas voreilig, immerhin habe ich erst seit zwei Wochen Vorlesungen. Aber anscheinend hat die Uni hier eine gewisse Affinität zum Alkohol:
In einem meiner Kurse haben wir letztem Montag eine Brauerei besichtigt, die Green Man Brewery mit süßen 36.000Litern Produktionsmenge letztes Jahr (wir waren jedoch dort, um deren Energieverbrauch zu untersuchen).
In einem weiteren Fach werden wir uns in den nächsten Wochen mit der Unternehmensgeschichte des 42Below-Wodkas beschäftigen. Hatte vorher auch noch nie von der Marke gehört (allerdings ein paar befragte Nordamerikaner). Den Wodka gibt es wohl mit verschiedenen Geschmackszusätzen, u.a. Kiwi, wurde quasi in der Garage produziert und gerade von Barcardi(!) übernommen –scheint also wirklich interessant zu sein.
Und heute Abend gibt es ein ’room opening’ in der Fakultät für Energy Management (was das auch immer bedeuten soll). Das Bier bezahlt Bob, der Leiter des Energy Studies Programme.
Um aber keinen falschen Eindruck zu vermitteln, werde ich später vom Arbeitaufwand hier berichten...
Cheers,
Hannah

Dienstag, 6. März 2007

Nachtrag: Maui

Auch wenn es jetzt ja fast schon verjährt ist, hier noch ein weiterer Bericht meiner fantastischen Hinreise. Von San Francisco ging es dann nämlich während des Super Bowl nach Maui. Ich hätte das Spiel ja sehr gerne gesehen (nach einmal gucken, bin ich ja fast zum Experten mutiert), aber man kann ja nun mal nicht alles haben. Und mich hat es dann ja doch nicht so schlecht getroffen.
Wir sind ziemlich spät am Abend angekommen, so dass wir erst am nächsten Morgen die Pracht sehen konnten. Einmal das Hotel (ob ich jemals wieder in so was übernachten werde?) und dann natürlich die Insel. Diese Strände! -da könnte ich glatt noch zum Strandurlauber werden.



Aber das nicht dieses Mal. Denn wir haben natürlich versucht einiges von der Insel zu sehen. Ich war ganz schön überrascht
wie groß Maui ist. Ich dachte immer, man könnte es locker in einem Tag umrunden. Aber da lag ich vollkommen falsch.

Außerdem ist die Insel total abwechslungsreich. Sie besteht aus zwei Vulkanen, die sich irgendwann mal verbunden haben. Diese Vulkane halten üblicherweise den Regen auf jeweils einer Seite. So dass auf der einen Seite subtropischer Urwald ist und auf der anderen relativ karges Land, dafür aber vollkommene Sandstrände.


Und dann gibt es natürlich noch die Vulkane selbst. Wir sind nur zum Krater des einen auf dem Ostteil der Insel gefahren. Und diese Kraterlandschaft ist ebenfalls richtig schön.

Ein weiterer Ausflug führte uns den Hana Highway entlang. Das ist eine ziemlich kurvige Straße an einer wunderschönen Küste mit dem oben erwähnten Urwald. Es hat total Spaß gemacht dort Auto zu fahren. Aber trotzdem sind wir ab und zu ausgestiegen und ein wenig rumgelaufen.


Auf dem Rückweg haben wir uns dann noch die Surfer angeschaut. Das sah ganz witzig aus, weil da voll viele im Wasser waren -das muss ja in einen richtigen Kampf um die Wellen ausarten. Leider war es nicht windig genug und es waren keine Windsurfer auf dem Wasser. Das hätte meinen Vater wohl wesentlich mehr interessiert als die Wellenreiter.

Maui ist insgesamt eine wirklich schöne Insel und ich würde natürlich sofort wieder hinfahren, wenn sich eine günstige Gelegenheit ergeben würde. Aber als Urlaubsziel werde ich die Insel in den nächsten Jahren wohl nicht anstreben (sie ist ganz schön teuer und dann ja doch nicht so richtig um die Ecke). Da würde ich doch die Seychellen, Mauritius, den Südpazifik oder die Karibik bevorzugen ;-)
(ist doch immer toll, wenn man Ziele hat, oder?).

Aber mit Maui war unsere Hawaii-Erfahrung ja noch nicht zu ende. Durch geschicktes Flügelegen hatten wir nämlich noch einen Tag in Honolulu. Das war zwar relativ anstrengend, da wir schon um 8Uhr morgens von Maui losgeflogen sind, aber mein Papa und ich waren uns später einig, dass es sich gelohnt hat. Da wir unser Gepäck nicht am Flughafen unterbringen konnten (11.September), mussten wir ein Auto mieten. Damit sind wir dann zuerst nach Pearl Habor gefahren. Das war ganz interessant, ist ja auch ein Teil unserer Geschichte.

Danach sind wir nach Waikiki-Beach gefahren –soll ja immerhin der zweitbekannteste Strand der Welt sein. Und der Strand an sich ist auch wirklich schön. Allerdings war er ziemlich überfüllt und die Strandpromenade ist zwar auch nicht so schlimm wie am Ballermann, aber eben auch nicht wirklich schön. Dort stehen halt auch ziemlich viele Hotelburgen.


Dass es dort so voll war, lag unter anderem daran, dass an dem Wochenende der Pro Bowl in Honolulu stattgefunden hat. Das ist ein American Football-Match in dem irgendwelche All-Stars gegeneinander antreten, hat aber wohl nicht so richtig eine sportliche Bedeutung. (Für weitere Informationen verweise ich hiermit auf Wiebke, die ist nun mal jetzt unsere Nordamerika-Expertin). Dank dieser Sache war es, wie erwähnt, recht überfüllt überall. Allerdings gab es deshalb auch mehrer Bühnen auf der Promenade, wo Leute aufgetreten sind, die wir natürlich nicht kannten. Wir haben jedoch auch nur den Anfang mitbekommen, da wir zeitig wieder zum Flughafen gefahren sind. Und bis auf ein letztes kleines Highlight war das dann auch „schon“ unser Hawaiierlebnis (wobei ich hoffentlich nichts vergessen habe).
Das letzte Highlight war die Queen Mary II. Ich weiß, dass das eigentlich nur ein wirkliches Highlight ist, wenn man auch drauf war. Aber es gibt eine kleine Geschichte dazu. Wir waren in den letzten Monaten nämlich zweimal gleichzeitig mir diesem Schiff in Hamburg. Und wir hätten nur um die Ecke gehen müssen bzw. das eine Mal hätte der Rest meiner Familie nur aus dem Hotelzimmer gucken müssen, um das Schiff zu sehen –immerhin gibt es Leute, die extra dafür dorthin fahren. Naja, wir haben sie auf jeden Fall immer in Hamburg verpasst, weil es uns erst am Morgen nachdem sie ausgelaufen ist aufgefallen ist, dass sie überhaupt da war. Und in San Francisco haben wir sie ebenfalls knapp verpasst, sie ist dort angekommen als wir wieder weggeflogen sind. Da war es dann doch recht witzig als sich der echt große Kahn überraschend als das royale Schiff herausstellt.

Wenn ich das alles hier schreibe, kommt es mir ganz schön unwirklich vor, dass es erst ein paar Wochen her ist.
Als nächstes werde ich Euch dann wohl von meinem Unialltag berichten. Da gibt es einiges zu erzählen...
Bis dann und einen schönen Tag –ich gehe jetzt gleich schlafen.
Alles Gute,
Hannah

Ps. Ich habe mir so ein Gel gekauft, damit werden die seltsamen Mückenstiche erträglich. Die Frau in der Pharmacy wollte mir Tabletten verkaufen, aber das war mit zu gruselig.

Montag, 5. März 2007

Nachtrag: Paradise

Von wegen alles nur halb so wild! Dass es diese blöden Viecher auch überall geben muss...



Und das ist nur eine Ansicht, da gibt es ja noch die Arme, die Hände, den Nacken und den Rücken.
Vielleicht gehe ich doch nie wieder in meinem Leben campen oder ich vergesse das nächste Mal einfach nicht Autan oder dergleichen mitzunehmen...
Ich wünsche Euch einen schönen, mückenfreien Restwinter,
Hannah

Sonntag, 4. März 2007

Ein Wochenende in Paradise

Jetzt nach einer Dusche fühle ich mich auch fast wieder normal, ich hoffe den Rest erledigt eine Nacht in meinem Bett. Aber erst mal das Wichtigste: das Wetter war gut!
Leider ging es mir am Wochenende allerdings nicht so gut. Es fing auf der Hinfahrt an und ging leider das ganze Wochenende (bis einschließlich im Moment) so weiter, dass mir übel war. Am Sonntag kamen dann auch noch Kopfschmerzen dazu. Es war/ist zwar nicht so richtig wild und ich bin auch gelaufen, aber das gesamte Wochenende hätte wohl amüsanter werden können. Trotzdem war es insgesamt wirklich nett. Und etwas habe ich gelernt, was Kiwis als Campside bezeichnen, hat nichts mit europäischen Campingplätzen oder auch nur (offiziellen) Möglichkeiten zu Zelten gemeinsam.
Hier noch ein paar Fotos und ich verabschiede mich und gehe schlafen.
Gute Nacht bzw. Euch einen schönen Sonntag,
Hannah









Freitag, 2. März 2007

Das Innere des Hauses

Nach mehrfacher Anmahnung schicke ich Euch hiermit endlich auch Fotos aus dem Innern meiner Behausung.
Alleridngs muss ich direkt um noch mehr Geduld bitten. In meinem Zimmer herrscht gerade (!) Chaos, verursacht durch hoffentlich bald trockene Wäsche. Ich werde Euch damit nächste Woche belästigen (zumindest wenn ich nach dem Wochenende noch in der Lage dazu bin...).

Hier also ein kleiner Rundgang durch meine Hütte:

Eingang und Flur





Wohnzimmer





Küche


Waschküche


Badezimmer



Feiert schön am Wochnende.
Alles Gute,
Hannah

Tramping Club

Ja, tramping heißt wirklich wandern.
Und ja, ich bin in dem Club Mitglied geworden.
Und die wandern sogar wirklich!
Die „Club“-Landschaft an der Uni ist (wie wohl häufig in englischsprachigen Ländern) sehr ausgeprägt, so hat z.B. fast jede Nationalität ihren eigenen Club. Dann existieren noch Clubs der verschiedenen politischen oder religiösen Richtungen, sonstiger Neigungen und natürlich der Sportarten. Einer dieser Club und wohl auch einer der größten ist der Tramping Club. Die Mitgliederstärke wird zwar anscheinend zu einem großen Teil von internationalen Studenten getragen, aber genau dazu leiste ich ja auch meinen Beitrag. Die Verantwortlich sind aber alle Kiwis und so richtig, wie man sich Wander-Kletter-Outdoor-Leute vorstellt. Ich gehöre ja eher zur Lass-mal-lieber-nen-Kaffee-trinken-gehen-Fraktion, aber mal sehen was das Jahr so bringt...
Die erste Bewährungsprobe war letzten Sonntag. Die Wanderung auf den Mount Cargill, den höchsten Berg um Dunedin (irgendwas um die 680m). Die ersten zwanzig Minuten ging es ziemlich steil hoch und wenn ich den Weg zurück gewusst hätte, wäre ich wohl umgedreht. (aber mein bisschen Lebenserfahrung und da insbesondere die Wanderung im Grand Canyon in Südfrankreich (heißt der eigentlich wirklich so, oder haben wir den nur so getauft?) vor ein paar Jahren, sagt mir: Umdrehen ist manchmal bis häufig die anstrengendere und schlechtere Alternative). Allerdings war ich mittlerweile zu dem Schluss gekommen, dass das mit diesem Club wohl doch nicht die beste Idee war. Ich bin trotzdem weitergegangen und dann wurde plötzlich der Weg human und es war alles gar nicht mehr so schlimm.



Und dann kommt ja am Ende die Belohnung durch die Aussicht und den Muskelkater... Der Weg wieder runter war dann auch recht entspannt und noch halb benebelt davon, dass ich da hoch und wieder runter gelaufen bin, habe ich mich direkt für den nächsten Trip angemeldet.



Heute Nachmittag geht’s los nach ’Paradise’ (irgendwo bei Queenstown)–hört sich doch schon mal gut an, oder? Am Samstag gibt es dann eine Tagestour und Sonntag irgendwann zurück. Es wird verschiedene Touren geben mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Ich bin natürlich nicht so vermessen meine eintägige Wandererfahrung zu überschätzen und habe mich für den einfachsten Gang entschieden –sind ja auch nur 5-6 Stunden. Laut Beschreibung klang das vom Weg her am besten für mich und vor allem muss man da nicht klettern, was bei vielen anderen Wegen dazu gehört hätte. Übernachten werden wir auf einem Campingplatz unter Zeltplanen (welcher internationale Student hat denn auch ein Zelt dabei?). An sich könnte das ein wirklich lustiges und tolles Wochenende werden, es gibt nur ein großes Problem, genau: das Wetter! Leider ist nämlich Regen angesagt und ich befürchte, dass bei mir jeder Enthusiasmus fürs Wandern flöten geht, wenn ich zwei Nächte unter nassem und quasi freiem Himmel schlafen und tagsüber durch Matsch waten muss. Aber vielleicht wird es ja auch nur halb so wild. Ihr werdet es erfahren.
Wenn ich nächste Woche ne Grippe habe, habe ich zumindest viel Zeit zum schreiben...
Hals- und Beinbruch,
Hannah














Nachtrag: Der Ausgang des Course Approval.
Ich habe natürlich die notwendige Unterschrift bekommen und am Abend dann noch eine E-Mail von dem verschollenen Dozenten. Ihm musste ich dann ja leider absagen, war einfach zu spät. Jetzt muss ich nur noch rausbekommen, wann meine eine Veranstaltung stattfindet und alles ist gut.