Freitag, 15. Juni 2007

Gesprungen


Tja, was soll ich sagen, ich habe es wirklich getan, ich bin aus nem Flugzeug gesprungen -naja, eigentlich kann man das nicht wirklich Sprung nennen, aber egal.
Leider kann ich das alles gar nicht richtig beschreiben, es ist auch irgendwie noch so, als haette das jemand anderes getan und ich konnte es nur punktuell miterleben.
Den Morgen ueber war ich eigentlich recht entspannt, allerdings war ich auch ziemlich gut darin, kaum ueber den Sprungn nachzudenken. Meine Nervositaet wuchs jedoch stetig nachdem wir den Laden von NZOne (wir waren recht begeistert von der Organisation und dem ganzen Ablauf, also wenn Ihr mal in Neuseeland seid und das nicht schon aufregend genug ist, kann ich die weiterempfehlen) betreten hatten. Auch wenn ich keine wirkliche Angst hatte, habe ich im Flugzeug dann doch wieder so klar gesehen, um zu erkennen, dass das ne ganz schoen bescheuerte Idee war... Aber so richtig ne Wahl hat man dann ja auch nicht mehr, wenn man schonmal an den Instructor gekettet ist, die Tuer offen und alle anderen schon draussen sind. Ausserdem, irgendwie wollte ich das ja auch machen. Wie vorher angekuendigt, sind die ersten paar Sekunden nicht wirklich angenehm. Aber relativ schnell stellt sich ein Gefuehl ein, das gar nicht mehr so schlimm ist -ausserdem war das echt mal ne coole Aussicht!!
Der freie Fall war wohl ungefaehr ne Minute (wir haben naemlich direkt 15 000ft genommen und damit das Hoechste was geht). Mir kam diese Minute ziemlich lang vor, wobei ich nicht sonderlich viel gedacht habe -oder mich nicht mehr erinnern kann. Dann hat Kev den Fallschirm aufgemacht und interessanterweise ist es gar nicht schlimm so abrupt die Geschwindigkeit so drastisch zu reduzieren. Mein Instructor hat mir dann noch etwas die Gegend gezeigt und wir sind gluecklich auf unseren Hintern gelandet -soll wohl die beste Landung sein, wenn man zu zweit ist. Leider habe ich keinen Adrenalinkick oder sowas bekommen. Ich weiss auch gar nicht, wie ich das Gefuehl nach dem Sprung beschreiben soll. Natuerlich war ich wesentlich weniger angespannt, aber weder vollkommen erleichtert, noch euphorisch. Meine Mitspringer waren da schon wesentlich mehr angetan und beeindruckt von der ganzen Sache. Neben ein paar Unbekannten sind uebrigens Andreas und Adam (Milfourd Sound-Bericht und Foto -das war nach dem Sprung) vor mir gesprungen.
Ich war die Letzte und wir vermuten, dass das alles wohl kalkuliert war. Ebenso wie die Auswahl der besten Freunde fuer zehn Minuten -oder auch Instructors genannt. Mein Instructor war Kev und der war genau richtig fuer mich, er schien naemlich sehr serioes (zumindest so serioes, wie man eben erscheinen kann, wenn man professioneller Fallschirmspringer ist...). Wir habe das spaeter ausfuehrlich diskutiert und sind uns relativ sicher, dass einem die entspechenden Charaktere zugeteilt werden -Andreas war naemlich mehr als relaxt und hat dann auch den serbischen Ex-Militaer-Hardcore-Springer bekommen. Die haben schreckliche Sachen gemacht, fuer die ich die Organisation vermutlich spaeter verklagt haette (auf Begleichung der Therapiekosten).
Ich bin wirklich froh, dass ich das gemacht habe, wobei ich es nicht uneingeschraenkt weiterempfehlen wuerde. Naja, mir hat das auf jeden Fall Punkte auf der Coolheitsskala gebracht ;-)
Cheers,
Hannah
Ps. Ich bin jetzt uebrigens in Auckland und beginne meine Reise auf der Nordinsel. Auf den ersten Blick gefaellt mir Auckland ganz gut -endlich mal wieder ne Grossstadt!

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wow! Hannah! Das ist ja mal wirklich ein EGO-BOOST :-D
Ich hätte mich sowas bestimmt nicht getraut...
Viel Spaß auf Deiner Rundreise -
pass auf Dich auf,

Dein Tim

Anonym hat gesagt…

Sehr stolz wir sind!!! Eine erfahrung reicher du um dein leben nun reicher bist,.!
Spaß wir dir wünschen auf deiner weiteren reise,.

jo-da-niel