So langsam ist wohl wieder ein Eintrag fällig, es hat jedoch länger als sonst gedauert bis mir ein Thema eingefallen ist -und dann noch so ein unspektakuläres.
Mein Alltag ist jedoch momentan vollkommen von der Uni dominiert, also passt es wenigstens. Und mittlerweile ist ja auch genug Zeit vergangen, das man mir nicht vorwerfen kann, ich hätte voreilig geurteilt.
Aber zum Thema: meine Kurse!!!
Da Ihr meinen Blog bestimmt alle auswendig kennt, muss ich ja eigentlich gar nicht erwähnen, dass ich dieses Semester insgesamt vier Kurse habe. (Die Beschreibung folgt aufsteigend mit dem Schwierigkeitsgrad und vermutlich in mehreren (vier!) Teilen:)
MART 301 (Strategic Marketing Management)
Falls Ihr Euch erinnert, der Wodka-Kurs. Allerdings ist es mittlerweile nicht mehr so feucht-fröhlich und ich habe das besagte Getränk auch noch gar nicht probiert. Aber ich schweife mal wieder ab. Wobei ich gar nicht soviel über den Kurs berichten kann –der Titel sagt ja eigentlich auch alles (oder etwa nicht??). Außerdem muss ich ja gestehen, dass ich seit einigen Wochen nicht mehr in der Vorlesung war. Aber das Tutorium (das, zur fiesen Uhrzeit um 8Uhr morgens) habe ich erst einmal verpasst und das auch nur wegen einer wichtigen Abgabe. Naja, ich habe einfach festgestellt, dass die Vorlesung nicht hinreichend interessant ist. Der Professor (Brendan) ist zwar sehr gut und manchmal ganz witzig, aber um ehrlich zu sein, nutze ich die Zeit mich für den anderen Businesskurs vorzubereiten. Außerdem haben wir so spannende Sachen behandelt, wie Porter’s Five Forces oder die BCG-Martix –muss ich mehr sagen?? Aber zur Verteidigung von Brendan, der Kurs ist im 300-Level und damit Undergraduate. Brendan ist übrigens auch mein Tutor, was bedeutet, wenn ein Problem auftritt (was bisher noch nicht geschehen ist), klopfe ich einfach an die Tür des Head of Department und halte ein Schwätzchen mit ihm...
Heute war die Abgabe des Drafts für den Essay, der maßgeblich über Bestehen oder Durchfallen entscheidet (60% der Gesamtnote). In dem Bericht über die Assessments habe ich Draft mit Entwurf übersetzt. Das trifft es allerdings nicht so ganz, wobei ich leider nicht wirklich rausbekommen habe, was ein Draft denn jetzt ist. Außerdem scheint das auch noch von Kurs zu Kurs zu variieren –mal sehen, was Brendan von meinen Ergüssen hält... Das Thema des Essays lautet ’Internal and External Influences on Strategic Marketing Planning’ und ich werde wohl versuchen das Ding so schnell wie möglich durchzuhauen. Eigentlich ist es ein ganz nettes Thema und abgesehen von der Sprache sollte es kein größeres Problem darstellen. Ich habe zwar seit dem Grundstudium in Aachen einen großen Bogen um Marketing gemacht, aber das Thema ragt ja deutlich ins Strategische Management und da kenn ich mich aus ;-)
Das Einzige das mich etwas nervös macht, ist dass ich in diesem Kurs überhaupt nicht beurteile kann, ob meine Arbeit gut oder schlecht ist. Aber da sich das wohl kaum bis zur Abgabe ändern wird, mache ich einfach, was ich für richtig halte (dann bin wenigstens ich zufrieden! – das könnte jetzt peinlich werden, wenn ich ne schlechte Note bekommen sollte...).
Bezüglich Bestehens des Kurses bin ich allerdings recht entspannt, da die Gruppenarbeit ziemlich gut geworden ist und ich damit ein kleines Pölsterchen habe. Wir haben zwar die Note für den endgültigen Bericht noch nicht, aber für den Draft (damals) haben wir ein A+ bekommen und ich muss Euch wohl kaum erklären, dass das ne ziemlich gute Note ist. Der Bericht war eine Case Study für ein neues Stadion, das in Dunedin gebaut werden soll. (Besonders stolz sind die Initiatoren über das Dach, dass das Stadion habe wird!) Der endgültige Bericht ist ebenfalls ziemlich gut geworden und ich erwarte wieder eine gute Note dafür. Allerdings hoffe ich auch, dass sie nicht allzu gut ist, die besten Gruppen sollen nämlich ihren Report vor dem ganzen Kurs vorstellen und darauf kann ich gut verzichten. Ich habe allerdings große Befürchtungen, dass es uns treffen wird –Brendan war nämlich ganz angetan von unserer SWOT-Analyse! Außerdem haben wir da viel Arbeit und sogar Freitagabende, Sonntage und einen Feiertag rein gesteckt...Meine Gruppe bestand aus einer Chinesin, zwei Kiwi-Mädels und einem einzelnen männlichen (und dann auch gleich Gruppenleader) Kiwi. Insgesamt waren die alle ganz nett, allerdings ziemlich jung, was man ihnen auch angemerkt hat. Ich möchte jedoch nichts Schlechtes auf sie kommen lassen, sie waren nämlich wirklich motiviert und die (da hoffentlich kommende) gute Note ist wohl zum Großteil den Kiwis zuzuschreiben (und da wohl auch am meisten dem Männlichen). Für die Chinesin und mich war es manchmal recht schwer etwas beizutragen, da das Thema ziemlich Neuseeland- bzw. Rugby-spezifisch ist.
Insgesamt ist der Kurs also relativ entspannt, zwar nicht wirklich interessant bzw. etwas Neues, aber er sorgt dafür, dass ich im nächsten Semester nur drei Kurse machen muss. Und wer weiß, ob ich sonst was von 42 Below gehört hätte...
Bis zu Teil 2.
Cheers,
Hannah
Ps. Teil 2 muss warten, da ich mich mit Eva verabredet habe 'American Idol' zu gucken...
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