Freitag, 13. April 2007

Ostertrip

Gestern Abend bin ich wohlbehalten und müde von einem fantastischen Trip wieder im kalten Dunedin angekommen und bevor ich mich an meinen Essay begebe, berichte ich Euch noch schnell davon.
Die (Haupt-)Reisetruppe bestand (wie im vorherigen Post ja schon erwähnt) aus Daniela, Naomi und mir. Nachdem wir uns mit den Tücken des automatischen Antriebs des Mietwagens auseinander gesetzt hatten, ging es Sonntag früh Richtung Süden zur Catlins Coast. Dort haben wir dann schön brav die meisten Attraktionen abgerissen und in einem sehr netten Backpackers in Invercargill übernachtet. Abends haben Daniela und ich uns ein leckeres (aber auch nicht ganz günstiges) Fisch- bzw. Seafood-Ostersonntagsessen gegönnt –und überraschenderweise war der Fisch nicht mal paniert...






Montag ging es nach Norden, zuerst zum Lake Manapouri. Dort haben wir eine 3,5 Stunden-Wanderung auf einer Insel gemacht. Der Track ist als 'moderate' ausgewiesen und das bedeutet anscheinend: nicht immer ein richtiger und gut ausgewiesener Weg sowie steil und glitschig. Aber es hat Spaß gemacht, obwohl extreme Steigungen (noch??) nicht mein Ding sind. Übernachtet haben wir in Te Anau, dem Touristenzentrum in Fiordland. Zwei Bekannte von Daniela aus Toroa, dem International House in Dunedin, waren über die Tage auch in dem Örtchen und wir haben uns zum Dinner getroffen. Mit Silvia aus Italien und Mae aus Malaysia waren wir dann ein ziemlich internationales (obwohl europalastiges) Trüppchen. (Die zwei wollten eigentlich eine Kajaktour auf Lake Te Anau machen, die wurde dann aber wegen schlechtem Wetter bzw. zu starkem Wellengang abgesagt.)



Wir waren zu dem Zeitpunkt allerdings (wieder zu dritt) auf der Milford Road, die zum berühmten Milford Sound führt. Die Strecke selber ist dabei jedoch schon eine Touristenattraktion. Die interessanten Stellen zu finden, war dank der vielen Touri-Busse dann auch ziemlich einfach...







Das Wetter wurde mit jedem Meter leider immer schlechter und als wir am Sound ankamen hat es recht doll geregnet. Eigentlich wollten wir an dem Nachmittag eine Bootstour machen, die Frau am Schalter hat uns aber geraten bis zum nächsten Tag zu warten. Nach dem Regen sind die Wasserfälle stärker.
Wir haben den Nachmittag dann im ganz coolen Milford Sound Backpackers verbracht und dort hat es wieder von Leuten aus Toroa gewimmelt. Abends hat sich unsere Truppe dadurch auch um Andreas (Köln) und Adam (Texas) erweitert und wir waren zusammen essen.
Nach einer Nacht mit recht heftigem Gewitter haben wir dann zu fünft die Bootstour im Sound gemacht. Wie Adam angekündigt hatte, habe die beiden uns Glück mit dem Wetter beschert, anfangs hat es zwar geregnet (aber das war eigentlich ganz witzig und jetzt weiß ich, dass meine Jacke regenfest ist...), wir sind aber trocken vom Boot gegangen.










Wir haben die zwei danach zum Anfang eines Tracks gebracht, von wo aus sie zu einer Zwei-Tages-Tour zurück zu ihrem Auto aufgebrochen sind (der Hinweg zum Sound war ein Vier-Tages-Track). Wir sind derweil schön bequem im Auto mit kleinen Stopps zurück nach Te Anau. Dort waren dann ja immer noch Silvia und Mae. Mit Mae haben Daniela und ich eine (relative teure, aber) ganz nette Tour in eine Glühwurm-Höhle unternommen. Und da waren echt mal viele Glühwürmer (leider durfte man davon keine Fotos machen, also bleibt es Eurer Phantasie überlassen, sich eine absolut dunkte Höhle vorzustellen, in der ganz viele Glühwürmer an der Decke kleben, während deren Licht sich im Wasser spiegelt...).



Am Donnertag war dann Rückreise angesagt. Auf dem Weg haben wir allerdings noch einen Abstecher nach Queenstown gemacht. Auf den ersten Blick eine coole Stadt, die wohl einen längeren Aufenthalt lohnt -also Sven, setz die Stadt auf deine Reiseroute, falls du das nicht eh schon getan hast!


Anschließend habe wir uns die Brücke angeschaut, wo Bungy Jumping erfunden wurde –Daniela war es allerdings zu teuer und mir hat niemand genug geboten, damit ich auch nur anfangen würde darüber nachzudenken da freiwillig runter zu springen. Also sind wir ohne Adrenalinkick weiter zu ein paar Weingütern gefahren. Das war jedoch relativ unspannend und es ging dann auch recht schnell weiter nach Cromwell. Dort hat sich unsere Truppe um Naomi reduziert, sie ist dort geblieben, um für ihre Masterarbeit zu recherchieren. Daniela und ich sind danach durch Central Otago zurück nach Dunedin.


Und hier sitze ich jetzt wieder am Computer als wäre nichts gewesen ;-)

Also, der Trip hat sich auf jeden Fall gelohnt und ich kann Euch allen nur ganz dringend empfehlen sich diese wunderschöne Insel anzuschauen...
Alles Liebe
von der jetzt wieder studierenden Hannah


Man beachte, das Deutsch die zweite Sprache ist! Also, entweder sind hier einfach verdammt viele Deutsche oder die (paar) Deutschen, die hierher kommen, sind einfach besonders "unvorsichtig"...

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