Doch etwas später als gedacht und angekündigt, berichte ich hier nun endlich über Chicago. Mittlerweile war ich an zwei Tagen in Downtown Chicago, am Samstag mit Wiebke und Dienstag allein.
Da wir Freitagabend unterwegs waren und der Zug am Wochenende nur alle zwei Stunden fährt, sind wir Samstag erst gegen Mittag in Downtown angekommen. Wir hatten Glück mit dem Wetter und den ganzen Tag über Sonnenschein. Für Wiebke war es auch erst der zweite Besuch in der Stadt und deshalb haben wir uns die teure Touri-Trolley-Bustour gegönnt. Aber so haben wir einen guten Überblick erhalten und die wichtigsten Stationen zumindest von weitem gesehen... Später sind wir am Water Tower ausgestiegen und dann zu Fuß die zwei Blocks zum Hankock Center gelaufen. Die Höhenangst hat gesiegt und so bin ich allein auf die Aussichtsplattform gefahren. Chicago’s Best View! – wurde mir versprochen und zumindest ein sehr guter geboten (das Foto stammt von da). Danach haben Wiebke und ich uns einem kleinen Teil der Barszene Chicagos gewidmet. Die Bars waren zwar recht teuer, aber auch echt nett und vor allem anders als bei uns –zumindest die, in denen wir waren. So richtig lang wurde es aber dann nicht und wir haben den Zug um halb elf Richtung Schlafstätte genommen.
Den nächsten Trip nach Downtown Chicago habe ich dann zum Großteil der Kunst gewidmet. Ein paar Stunden habe ich im Art Institute of Chicago verbracht, um mir dort größtenteils Werke europäischer Künstler anzuschauen. Ich hab ja keine große Ahnung von Kunst, aber da hängen schon ein paar wirklich, wirklich schöne Bilder. Besonders gefallen hat mir ein Bild von Renoir („Zwei Schwestern“ oder so ähnlich). Die Räume mit der amerikanischen Kunst waren leider von Schulklassen bevölkert, weshalb ich dort eigentlich keine Zeit verbracht habe. Die restliche Zeit bin ich einfach in den Straßen rumgelaufen und habe eine paar Skulpturen abgeklappert. In Chicago stehen nämlich Skulpturen berühmter Künstler einfach so auf der Straße rum. Naja, eigentlich wurden die wohl extra zu diesem Zweck angefertigt. Auf jeden Fall kann man beim Spazierengehen einen Picasso, einen Chagall (einen sehr schönen auch noch), einen Miro und noch etliche andere bestaunen.
Insgesamt ist Chicago auf jeden Fall eine sehr beeindruckende Stadt (im Sommer vermutlich noch mehr, da dann der See noch mehr zum tragen kommt), mit einer tollen Skyline und einer (soweit ich das beurteilen kann) tollen Architektur.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen